Freitag, 29. Mai 2009

Blut auf der Mauer


Während wir auf den nächsten Pädophilen warten, habe ich mal einen weiteren Blick in die Akten geworfen um evtl. voraussagen zu können, womit wir in den nächsten Wochen noch rechnen müssen.

Ein interessanter Bereich in den Akten befasst sich mit der Meldung einer merkwürdigen Blutspur am 6. Mai 2007. Etwa 500 Meter vom Apartment 5A entfernt, auf einer Mauer an der Eingangskreuzung zu Praia da Luz, die Ferienapartments umgibt, wurde ein ca. 6-8 cm großer Blutfleck und auf dem Gehweg darunter mehrere Bluttropfen entdeckt. Diese wurden in der Forensic untersucht und als menschliches Blut identifiziert. Weitere forensische Ergebnisse konnte ich nicht entdecken, ein Abgleich mit Madeleine's Blut wäre auch schwierig gewesen, da der portugiesischen Polizei KEIN Vergleichsmaterial zur Verfügung stand. Keine Zahnbürste, keine Haarbürste, nichts. Die Briten mussten sich erst ein Kopfkissen aus dem Haus der McCanns in Rothley besorgen um Vergleichs-DNA zu erhalten. Diese wurde natürlich nur im regierungseigenen forensischen Institut FSS benutzt und nicht den Portugiesen zur Verfügung gestellt. Somit konnte das "Mauerblut" wohl nicht weiter untersucht werden, obwohl zumindest eine Blutgruppenbestimmung möglich gewesen wäre, aber was nutzt die ohne medizinische Unterlagen von Madeleine, die die Briten verweigerten.

Wenn wir uns nun an die letzten Aussagen der beiden McCann Söldner erinnern, fällt uns folgende Behauptung auf: "Die Detektive (*räusper*) sind davon überzeugt, dass die Antwort auf ihr Verschwinden innerhalb von 500 Metern um das Apartment herum liegt". Sicher sind sie des Lesens mächtig und haben evtl. auch diese bunten Bilder in den Akten entdeckt, die das Blut auf der Mauer dokumentieren. Wird dies die erwartete Wende hin zu dem Eingeständnis, dass Madeleine doch tot sein könnte, und man nun nach einer Leiche suchen müsse?

Behalten wir das mal im Hinterkopf...

UPDATE:
Gerade wird in der News of the World mein Lieblingsstraßenmusikant Michael Green, den ich bereits Anfang Mai gefunden hatte, als nächstes Opfer hervorgezerrt. Sie sind einfach zu langsam, aber die Geschichten müssen ja auch noch ein wenig vorhalten...

Freitag, 22. Mai 2009

Operation gelungen, Patient tot


Dieser Satz kommt mir in den Sinn wenn ich die Berichte über die gestrige Urteilsverkündung im Falle der 5 angeklagten Polizisten in Portugal lese. Die drei der Folter angeklagten Männer wurden freigesprochen, aber die beiden Anderen werden verurteilt. Goncalo Amaral wurde wegen Falschaussage zu 18 Monaten auf Bewährung verurteilt. Wie kann ich jemanden wegen Falschaussage verurteilen, wenn das zugrundeliegende Verbrechen nicht nachweisbar war?

Hier ging es um viele verschiedene Facetten portugiesischer Politik, aber auch und vor allem darum, Herrn Amaral mit Hilfe des über die spanischen Privatdetektive der McCanns verpflichteten Anwalts, zu diskreditieren. Wie sonst soll man folgenden Satz interpretieren:

'Target was hit, Gonçalo Amaral was convicted'... Marcos Aragão Correia, Leonor Cipriano's Lawyer

Und kaum war das Urteil amtlich, kam auch schon die Schützenhilfe in der englischen Presse:

Ex-Madeleine McCann policeman guilty of falsifying evidence

Warum Tatsachen berichten, wenn man auch Lügen schreiben kann? Lt. englischer Presse ist er also überführt worden, Beweise zu fälschen. Darf ich schon einmal andeuten worauf das hinauslaufen wird? Nämlich auf die Folgerung, dass er sicher auch in einem anderen Fall Beweise gefälscht hat, nämlich den Leichengeruch. Ich wette mein letztes Hemd, dass dies das nächste Glied in der Kette der "Beweisführung" sein wird. Denn dieser vermaledeite Leichengeruch wird im wahrsten Sinne des Wortes immer über den Eltern hängen, wenn man ihn nicht erklären kann. In einem Forum wurde bereits vorgearbeitet und gemunkelt, er wäre mit einem toten Kind ungesehen in 5A gewesen um Leichengeruch zu verbreiten. Ja ich weiss, für ihre Idole tun manche Menschen alles.

Im Falle des Aachener Pädophilen, warten wir weiter gespannt ab, stirbt er mit einem Bekenntnis auf den Lippen oder nicht. Ich hoffe jedenfalls, dass unsere Justiz das Rechthilfegesuch der Briten genauso genau prüfen werden, wie die Briten das portugiesische.

Der Sündenbock


Heute wird in Portimao das Urteil im Prozess gegen Mitglieder der PJ und Gonzalo Amaral gesprochen, der durch die Intervention des von Team McCann beauftragten Rechtsverdrehers und Hellsehers Marcos Aragao Correia schon lange zu einer Farce verkommen war. Wer noch einen Funken Vertrauen in die portugiesische Justiz im Gegensatz zur britischen hat, wird von einem Freispruch der Angeklagten ausgehen. Ich hoffe jedenfalls noch.

Bevor aber die Meldung, dass der Widersacher der McCanns von allen Verdächtigungen freigesprochen wird, die Schmierblätter der Insel erreichen kann, werden diese mit einer neuen unglaublichen Wendung im Falle Madeleine besetzt. Ein angeblich vorbestafter Pädophiler, wird vom Team McCann NAMENTLICH als möglicher Entführer in der britischen Schandpresse lanciert. Die erbärmlichen Kopien echter Polizisten, die in Lohn und Brot der McCanns stehen, werden geschickt als THE POLICE in die unsägliche Berichterstattung verquickt, um möglichst hohe Glaubwürdigkeit zu erreichen. Wer noch Zweifel an der Verstrickung der britischen Regierung hatte, muss sich spätestens jetzt fragen, warum dies einfach immer weiter gehen darf, warum diesen persönlichkeitsverletzenden Ammenmärchen immer wieder ein Forum geboten wird und Herr Mitchell wie der Polizeipräsident persönlich auftreten darf.

Über den Mann, der angeblich in einem deutschen Krankenhaus auf Krebs behandelt wird, möchte ich nichts sagen, ausser dass ich hoffe, dass ihm die Meute vom Hals gehalten wird und er Schutz erhält, ja auch für sein Leben.

Ein kleines interessantes Detail sollte man sich aber vor Augen halten, dass die erneute Beschuldigung völlig unbeteiligter Personen deutlich macht: Das Ehepaar, dass diesen Mann als "verdächtig" identifizierte, wird als Alan and Cindy Thompson benannt. Eine kleine google Suche bringt Erstaunliches an den Tag. Die beiden hatten bereits 1999 auf ihrer Mission die Bösewichter dieser Welt zur Strecke zu bringen, in Pakistan Bin Laden's Versteck entdeckt!! Meine Vermutung geht dahin, dass es dieses Ehepaar garnicht gibt, sondern sie sind ein Propagandainstrument der Briten, um völlig unglaubwürdigen Ereignissen durch die Nennung von Namen Seriösität zu verleihen.

Aber mit dieser These begebe ich mich wohl endgültig in die Kategorie der Verschwörungstheoretiker...

Samstag, 16. Mai 2009

McCanns verklagen Goncalo Amaral (Update)


Breaking News:

Das Ehepaar McCann und ihre DREI Kinder Madeleine, Sean und Amelie werden Goncalo Amaral wegen Verleumdung verklagen. Ihnen geht es darum, die Verbreitung von Lügen durch das Buch von Amaral, seine Dokumentation und seine Interviews zu verhindern, in denen er immer wieder den Tod von Madeleine als Tatsache darstellt und erklärt, die Eltern wären in das Verschwinden verwickelt. (Keine Übersetzung sondern nur ungefäre Wiedergabe)

Goncalo Amaral und Frau haben sich dazu im Forum der 3Arguidos zu Wort gemeldet. Sie danken für die Unterstützung und werden erst einmal abwarten, worum es eigentlich geht, da wohl vor einem Zivilgericht in Lissabon geklagt wird und die McCanns eine neue Anwältin, Isabel Duarte, haben. Die beiden bisherigen Anwälte, die nicht mehr für die McCanns arbeiten, waren gegen diese Aktion, da sie wahrscheinlich den Prozess wiederaufrollen würde. Um gegen das Buch und die Dokumentation zu klagen, müssen Dokumente aus den offiziellen Akten genommen werden, was zu einer Öffnung des Prozesses führen würde.

Das Buch "The Truth about the Lie" ist bereits in einer englischen Version für den amerikanischen Markt produziert. Nachdem in der letzten Woche Frankreich und Spanien die Dokumentation von Amaral gesendet haben und ihm in Interviews Raum für seine Überzeugung gegeben haben, wollen die McCanns dies für die USA und damit potentiell auch für England um jeden Preis verhindern. 1933 lässt grüßen.

Die Dokumentation von Goncalo Amaral, die die McCanns in England verhindern indem sie allen TV-Stationen drohen sie zu verklagen, ist übrigens hier rechts bei den Videos zu sehen.

UPDATE:
TVI berichtet heute morgen, dass Goncalo Amaral eine Gegenklage gegen die McCanns einreichen wird. *g*

Freitag, 15. Mai 2009

Wen sah das Mädchen?

Goncalo Amaral sagte folgendes im SIC-Interview zusammen mit Paulo Sargento:

Ich war in Amsterdam letzte Woche als ich die Information erhielt, dass ein "neuer Entführer" erscheinen würde. Ich sagte 'das wird ein Individuum mit südländischem Aussehen sein, sehr hässlich, sehr dunkel..' - Tatsache ist, wir kennen das Ehepaar, die Art von Zeugen die sie haben, und es ist jedesmal das Gleiche.

Es ist schade, dass die McCanns bezüglich der Sichtungen, die in den für 100.000 Pfund übersetzten Akten sind, nicht sagen, dass der Mann, der im Garten um 8 Uhr morgens war, der von einer Schülerin gesehen wurde, deren Großmutter in dem Apartment lebte, eine Kopie von David Payne ist, was die physischen Merkmale und die Kleidung angeht - und es ist schade, dass sie das nicht erwähnen. Weil die anderen, der Gärtner, der dort war, der Mann der in seinem Wagen lebte, all das ist untersucht worden und sie waren britisch ...




Donnerstag, 14. Mai 2009

Retrospektive


Am 19. Juni 2007 flog Gerry McCann für 2 Tage nach England um Justine McGuinness als Mediensprecherin zu engagieren und um an einer Besprechung im Aussenministerium teilzunehmen zusammen mit Clarence Mitchell. Kurz nach seiner Ankunft wurde ihm lt. Presseberichten seine Brieftasche gestohlen. Angeblich an der Waterloo Tube Station, andere Medien platzieren das Ganze NOCH näher an Downing Street. Die London Police konnte allerdings keine Meldung des Diebstahls bestätigen.

Diese Brieftasche taucht wie durch Zauberei wieder auf. Wie, ist unbekannt, zumal ja die Polizei nichts von dem Diebstahl wusste. Sehr merkwürdig auch mit welchem Inhalt sie wieder auftaucht. Nämlich mit allem ausser dem Bargeld, und zwar wurden angeblich nur die britischen Pfund entnommen; die Euro ließ der "Dieb" in der Brieftasche. Wenn man nun denkt dies sei schon völlig unglaubwürdig, dann wird man sicher noch überraschter sein, wenn man erfährt, wer höchst wahrscheinlich die verlorene Brieftasche sicher per Flugzeug wieder nach Portugal gebracht hat.

Die Handyaktivitäten der Tapas 9 wurden ja über einen längeren Zeitraum überwacht. David Payne hatte lt. Aufzeichnungen am 22. Mai Portugal verlassen, und bis auf einen längeren Anruf ausgerechnet am 10. Juni aus England, der fälschlicherweise durch die Presse Russel O'Brien belastend zugeschrieben wurde, gab es keinen offiziellen Handykontakt zwischen ihm und den McCanns in Portugal. Aber am 29. Juni meldeten die portugiesischen Telekommunikationsmaste eine Rückkehr von David Payne (bzw. seinem Handy) nach Portugal. Und was schreibt uns Gerry in seinem Blog für den Tag? "Our friends brought back my wallet"

Wie es der Zufall will, kam ausgerechnet David (Nippelkreiser) Payne in den Besitz der "verlorenen" Brieftasche und hat sie brav zurückgebracht.

Die Frage stellt sich, welche Informationen wirklich so brisant waren, dass sie nicht anders als persönlich übermittelt werden konnten, und warum dazu die abstruse Geschichte eines Diebes herhalten musste, der die Weigerung der Briten gegenüber der EU durch das Verschmähen von Euros demonstrierte? Und warum gerade am Tag des Besuches im Aussenministerium in direkter Nähe zu Downing Street? War der Blog eine Warnung, dass Informationen existieren und sicher aus Portugal herausgebracht wurden? Am nächsten Tag wurde jedenfalls Clarence Mitchell vorübergehend als Sprecher abgelöst, ein Abschnitt ging erfolgreich zu Ende.

Mittwoch, 13. Mai 2009

Was gibts neues?


Duarte Levy berichtet, das Gerry McCann einen weiteren Besuch in Praia da Luz plant, wo Schulze und Schultze auf unglaublich neue Entdeckungen gestoßen sind, was Madeleine zugestoßen sein könnte. Sie gehen davon aus, dass Madeleine in einer ländlichen Umgebung nicht weit von PdL von einem von fünf möglichen Entführern festgehalten wird, die sie schon identifiziert hätten. Sie versäumen dabei nicht, die PJ mal wieder der Unfähigkeit zu beschuldigen, das nur am Rande.

Gerry steht jedenfalls auf Abruf bereit, sofort nach PdL zu reisen, wenn es die unglaublichen Ermittler für nötig halten. Na, ist da eine Leiche möglicherweise zu entdecken? Die Spekulationen sind gewaltig in den einschlägigen Foren.

Währenddessen hat SIC ein Interview mit Goncalo Amaral und Paulo Sargento geführt, in dem Amaral mal wieder ein kleines aber feines Detail der damaligen Untersuchungen preisgibt:
Als man damals vorschlug, die Zwillinge nach dem Abend zu befragen, lehnten dies die Eltern mit der Begründung ab, die 2-Jährigen wären des Sprechens noch nicht mächtig.

Nun sind sie 4 und können in den verschiedenen Dokumentationen so gut sprechen, dass sie von Kate benutzt werden, ihre Qualitäten als Mutter herauszustellen.

Sonntag, 10. Mai 2009

Samstag, 9. Mai 2009

Pickelmann enttarnt

Das von den McCanns so groß aufgehängte neue Phantombild wurde innerhalb von 24 Stunden als völliger Unfug geoutet. In den Akten war klar zu erkennen, dass der Mann, der von der 12-jährigen beschrieben wurde, namentlich der Polizei bekannt ist und auch ausführlich untersucht wurde. Das Phantombild wurde völlig losgelöst von dem existierenden und ohne Befragung der Zeugen erstellt um eine möglichst hässliche, mediterrane Person darzustellen.

In der sogenannten "Mockumentary" der McCanns kann man ganz klar sehen, dass sie über diese Akten verfügten und somit auch über den Namen des Mannes und die Tatsache, dass er nach Überprüfung als nicht verdächtig galt. Auch das ursprüngliche Phantombild stand ihnen damit zur Verfügung. Hier das Bild geschnitten aus der "Mockumentary":


Gestern erwähnte der Diario de Noticias ein Interview mit Goncalo Amaral, der zu den Aktionen des Teams McCann folgendes sagte: "Es gab Information über Personen ausserhalb des Apartments der McCanns, die wir identifiziert hatten, einer war ein englischer Musiker, einer war ein Mann, der in einem Lieferwagen schlief, und es gab noch einen Gärtner."

Nach einigen Recherchen konnte ich nun Pickelmann identifizieren, er ist gar nicht so hässlich und hat eine schöne Stimme :)

Freitag, 8. Mai 2009

Das Monster Teil 2

Das gestern vorgestellte Phantombild des "Entführers" wurde aus den Aussagen einer 12-jährigen Engländerin mit Wohnsitz in Praia da Luz erstellt, die sehr ausführliche Angaben zu einem ihr suspekt erscheinenden Mann gegenüber der Polizei gemacht hatte.

Diese Aussagen sind in den Akten dokumentiert und es wurde auch ein Phantombild erstellt, das von dem hier gezeigten völlig abweicht. Ausserdem wurde der beschriebene Mann ermittelt, ein Engländer mit den Initialen M.A.G.
94 Seiten der Polizeiakten widmen sich alleine verschiedenen Untersuchungen dieses Mannes, die ohne belastendes Material abgeschlossen wurden.

Das nebenstehende Phantombild wurde übrigens, von den McCanns beauftragt, rein aus den Angaben in den Akten erstellt, der Zeugin wurde es nicht gezeigt, wie Clarence Mitchell dem Correio da Manha mitteilte.

Also wurde eine ordnungsgemäss untersuchte Zeugenaussage, die einen britischen Mann beschreibt, zu diesem Monster aufgebauscht um die Unfähigkeit der portugiesischen Polizei zu unterstreichen und den Mythos vom Monster aufrechtzuerhalten.

Fakten und Fiktion


Alle falschen Teile des gestern ausgestrahlten Märchens "Madeleine was here" aufzuführen, würde den Rahmen sprengen, aber die wichtigsten Punkte gilt es festzuhalten.

Das allerwichtigste zuerst. Dies meint die TIMES zu der "Dokumentation":

Die Berichterstattung der Cutting Edge Dokumentation war in solch einer Weise verbogen, wie es die Agenda der McCanns erforderte. Es war schwer zu sehen, welches Material Cutting Edge selbst herausgefunden hatte: es schien nur aufzuzeichnen, was auch immer die McCanns uns sehen lassen wollten.Kompliment auch wenn es wenig ist und sehr spät, immerhin eine objektive Meinung in der britischen Presse.

Was wurde nun genau verbogen, was wurde so zurecht gerückt, dass es in das Entführungsmärchen passen musste? Die zwei wichtigsten belastenden Punkte, die immer wieder genannt werden, von denen, die die Entführung anzweifeln wurden gestern Abend in einer Dreistigkeit angepasst, die Ihresgleichen sucht.

Der einzige Punkt, der jemals für eine Entführung sprach, war die Tatsache, dass Jane Tanner angeblich einen Mann gesehen hatte, der mit einem Kind quer in den Armen vom Apartment weg ging. Zweifelhaft war diese Aussage immer auch deshalb gewesen (Licht und wechselnde Details mal aussen vor gelassen), weil ein unabhängiger Zeuge angab, mit Gerry McCann genau in der Mitte des Weges von Jane Tanner gestanden und gesprochen zu haben. (siehe sein eigenes Diagramm)


Er gibt aber an, dass er weder Jane Tanner noch den Entführer gesehen habe und bestätigt ausdrücklich diese Straßenseite. In der "Dokumentation" wird dieses Gespräch zwischen den beiden Männern aber nun auf die gegenüberliegende Straßenseite, nach viel weiter unten verlegt, um die Tatsache zu ermöglichen, dass der Zeuge Jane Tanner nicht gesehen hat. Ich frage mich, was Jeremy Wilkins, der besagte Zeuge, nach Ansicht des Filmes dachte und ob er sich gegen diese Verdrehung wehren wird.

Die zweite, noch viel unglaublichere Verdrehung betrifft die Tatsache, dass zwar ein Mr. Smith einen Mann mit einem Kind auf dem Arm gesehen hat (allerdings erklärt er, das Kind wäre aufrecht schlafend getragen worden), aber dass er in einer zweiten Aussage mit hoher Sicherheit angab, dass es sich bei dem Mann um GERRY MCCANN gehandelt habe. Diese zweite Aussage wird zwar kurz erwähnt, aber es wird erklärt, die portugiesische Polizei hätte dies geprüft und als falsch verworfen. Dass Goncalo Amaral diesen Zeugen unbedingt nach Portugal zu weiteren Aussagen holen wollte, kurz bevor er entlassen wurde, wird nicht erwähnt. Er war einer der Hauptbelastungszeugen gegen die McCanns und wurde von Brian Kennedy und der Presse extrem unter Druck gesetzt.

Man kann also abschließend feststellen, dass die britischen Medien, in diesem Fall Channel 4, den McCanns wieder einmal die Platform lieferten, die Tatsachen aus den Akten zu verdrehen und schamlos zu ihren Gunsten zu verändern.

Donnerstag, 7. Mai 2009

Das Monster


Die Entwicklung vom Ei zum Monster, in einer fast schon an die Nazi-Diktatur heranreichenden "künstlerischen" Boshaftigkeit beim letzten Bild, lässt alle Möglichkeiten offen. Nur die eine nicht mehr. Sollte Maddie die letzten 2 Jahre bei der neuesten Monstervariante verbracht haben, ist sie wohl nicht mehr gesund und wohlauf und wurde wohl auch nicht wie eine Prinzessin behandelt.

Nicht dass Aussehen = Charakter wäre, aber wir müssen uns immer fragen zu welchem Zweck solche Bilder in die Öffentlichkeit gebracht werden. Sahen Eggman und "George Harrison" und vor allem Rastaman noch relativ harmlos aus, soll wohl das neueste Ergebnis "forensischer Kunst" das atemlos wartende Publikum darauf vorbereiten, was einen neuen Abschnitt in der Saga bedeuten könnte. Das Auffinden einer Leiche.

Regierungen wechseln und Spender spenden auch nicht ewig. Die Millionen sind eingefahren, nun fehlt eigentlich nur noch ein solider Abschluss der Geschichte, noch unter der jetzigen Regierung. Und dann bitte keine Fragen mehr.

Übrigens sollten wir Mr. Smith dafür danken, dass er sich gewehrt hat und zu keinem neuen Fahndungsphoto beigetragen hat. Trotz Druck durch Brian Kennedy.

Mittwoch, 6. Mai 2009

Amarals in Amsterdam


Während Goncalo Amaral sein Buch in Amsterdam vorstellte, nahm er sich wohl sehr viel Zeit, einer Gruppe von Bloggern und einigen Mitliedern der 3Arguidos , darunter auch KazLux, verschiedene Fragen zu beantworten. Mit Erlaubnis von KazLux gebe ich hier die wichtigsten Fragen wieder:

F: Haben sie die Möglichkeit in Betracht gezogen, dass Madeleine in der Nacht vor dem 3. Mai gestorben ist oder sogar als Mrs. Fenn sie weinen hörte?
A: Natürlich - die Untersuchung beginnt damit, herauszufinden, ob die verschwundene Person überhaupt existierte, und dann, wer die letzte Person war , der sie gesehen hat - die Untersuchung zeigt deutlich dass sie zuletzt gegen 17:30 Uhr gesehen wurde.

F: Haben sie berechtigte Zweifel dass Madeleine am 3. März im Kinderclub war?
A: Überhaupt keine.

F: Glauben Sie dass der Fall sicher bald wiederaufgenommen wird?
A: Wir hoffen, dass er wiederaufgenommen wird, tatsächlich habe ich mein Buch geschrieben um zu verhindern, dass der Fall zu den Akten gelegt wurde, aber es hat nicht geklappt, das Buch kam tatsächlich eine Woche nachdem der Fall geschlossen wurde, heraus. Die Gegenkräfte waren sehr stark.
Im derzeitigen politischen Klima gibt es eine Bewegung hin zur Wiederaufnahme des Falls.

F: Was ist der effektivste Weg für uns Ihnen zu helfen?
A: Einen gewissen Druck spürbar zu machen, über die öffentliche Meinung

F: Ist es denn hilfreich dem Staatsanwalt zu schreiben?
A: Ja, und auch dem Justizminister und den Parlamentsmitgliedern.

F: Hatte der Inhalt der 14 SMS irgendeine Bedeutung für den Fall?
A: Nein. Aber WAS wichtig ist, ist dass sie Anrufe von ihren Handys löschten.

F: Wären die McCanns ehrlich gewesen was einen Unfalltod von Madeleine angeht, was wären die juristischen Konsequenzen in Portugal gewesen?
A: Fast keine. Eine milde Strafe für Vernachlässigung. Vorrausgesetzt die Leiche hätte keine Anzeichen von Gewalt aufgewiesen. In England, wie auch in Deutschland, ist die Strafe für Vernachlässigung von Kindern schärfer.

F: Denken Sie die McCanns wussten das?
A: Sie haben sehr schnell eine Entscheidung getroffen. Es ist gut möglich dass sie über das Gesetz in Portugal nicht Bescheid wussten, aber nicht dass sie das Gesetz in England nicht kannten.

F: Hoffen Sie dass die McCanns Sie verklagen werden?
A: JA! (hier fügte er eine portugiesische Metapher über einen Stierkampf ein, bei dem man erst den Stier in die Mitte der Arena locken muss, bevor der Kampf beginnen kann).

F: Stimmt es, wie im De Telegraaf berichtet wurde, dass eine Injektionsnadel im Apartment gefunden wurde?
A: Nein, das ist nicht richtig. Tatsächlich haben wir überhaupt keine Medikamente gefunden. Überhaupt keine. Ausser Hühneraugenpflastern.

F: Denken Sie die Kinder wurden betäubt?
A: Ohne Zweifel
(Hier erzählte er von einem Vorfall bei dem Kate im August die PJ angerufen hätte mit der Bitte, die Zwillinge auf Betäubungsmittel zu untersuchen. Scheinbar war Kate alleine als sie anrief und ein wenig aufgeregt. Am gleichen Nachmittag rief Gerry an und hat die Bitte zurückgenommen.)

F: Was glauben Sie, bedeutet das Blut hinter dem Sofa?
A: Möglicherweise von einem Wiederbelebungsversuch.

F: Wann glauben Sie ist der Tod eingetreten, wenn man bedenkt, dass der Leichengeruch eine Zeit benötigt um sich zu entwickeln?
A: Leichengeruch entwickelt sich im Moment des Todes, aufgrund chemischer Reaktionen in der Leiche, es bedarf keiner Stunden bevor er sich entwickelt, von einer Hundenase, die sehr empfindlich ist, kann er sehr früh entdeckt werden. Wichtiger ist, dass wir durch die Untersuchung wissen, dass vor dem 3. Mai keiner im Apartment gestorbenist, auch nicht im Auto.

F: Es gab eine Zeitungsmeldung dass die Hunde einer Spur zum Strand folgten, stimmt das?
A: Nein. Mark Harrison hatte einen Plan gemacht, wo die Hunde suchen sollten. Sie durchsuchten alle Apartments, die Villa, die Autos, die Kirche, die Abflussrohre in der Nähe der Kirche, den Strand, Felder, aber die einzigen Spuren, die die Hunde fanden, waren im Apartment und im Wagen der McCanns, an einigen ihrer Kleidungsstücke und an Cuddlecat.

F: Denken Sie dass die Leiche gekühlt wurde? (wahrscheinlich eher eingefroren)
A: Ja. Die Körperflüssigkeiten im Wagen deuten darauf hin. Wäre die Leiche vergraben gewesen, wäre sie mumifiziert. Die Tatsache, dass es Flüssigkeiten gab, deuten auf Kühlen (Einfrieren) hin.

F: Wo glauben Sie wurde die Leiche aufbewahrt?
A: Wir waren gerade dabei das zu verstehen als Ich die Untersuchung verließ. 15 Allele mögen in den Augen des Staatsanwalts nicht schlüssig gewesen sein, aber für die Untersuchung war es ausreichen. Die Leiche muss im Kofferraum des Wagens gewesen sein. Wir wollen wissen, wer den Wagen fuhr, wer hinter dem Steuer saß.

F: Wissen Sie ob Gerry ein Freimaurer ist?
A: Die Polizei untersucht solche Dinge nicht. Es kann sein, aber ich glaube nicht dass es von Bedeutung für den Fall ist.

F: Als Junstine McGuinness verschwand, wollte sie nicht mit der portugiesischen Presse sprechen, was denken Sie, warum nicht?
A: In ihrem Tagebuch spricht Kate sehr schlecht über Justine.
(Frau Amaral: Es gab Probleme zwischen Kate und Justine)
F: Denken Sie Justine wusste, dass etwas nicht stimmte?
A: Ich glaube eher dass Geld das Problem war.

F: Der Daily Express spekuliert, dass Madeleine's Leiche in den Tunnel sein könnte. Was glauben Sie?
A: Diese Tunnel wurden untersucht, wir wüssten das. Letztes Jahr hatte eine englische Dame auf sie hingewiesen.

KazLux fragte Mrs. Amaral ob sie glaube, dass die Leiche im Meer entsorgt wurde. Sie sagte, dass sie trotz allem nicht glaube, dass die McCanns "sie einfach wegwerfen würden" und sie glaubt, dass die Leiche entweder vergraben oder verbrannt wurde.

.........
Vielen Dank an KazLux und die anderen Blogger und Poster von 3A für die tolle Arbeit und die excellenten Fragen. Vielen Dank vor allem auch an Herrn und Frau Amaral, die so lange geduldig Fragen beantworteten ohne dafür auch nur einen Pfennig zu verlangen, HERR BRUNT!!!

Wie man in den Wald ruft so schallt es heraus...


Dienstag, 5. Mai 2009

$$$

Die Amerika Tournee ist beendet, zu der SHOW möchte ich mich nicht ohne Kotztüte äussern, aber einen Ausschnitt aus dem Homevideo, das Teil der SHOW war, würde ich gerne zeigen:


video

Man muss bedenken, es geht IMMER nur um Madeleine, nie um Geld oder Cash oder Reichtum oder Luxus oder Hypotheken oder oder...

Um dieses qualitativ-hochwertige T-Shirt (für nur 6 Pfund im Online-Store) in der Oprah SHOW zeigen zu können und ihm damit die höchstmögliche Einschaltquote zu sichern, wurde eben auf das gealterte Photo verzichtet, dass wohl eher dazu dienen könnte Madeleine zu "finden". Aber das Photo wurde ja erst in der Show enthüllt und konnte daher nicht auf das T-Shirt. Sonst wäre Oprah wohl sauer gewesen.

Da es ja ausschliesslich darum geht Madeleine zu finden, wurde nun auf der Seite, auf der zähneknirschend das von mir angemeckerte Kontakt-Formular irgendwie korrigiert wurde, für alle Amerikaner ein weiterer PayPal Button angebracht, falls denen das T-Shirt selbst in XXL zu klein sein sollte, können sie ja wenigstens "spenden" für mehr Strähnchen und Schönheitsoperationen. An die Gesellschaft mit beschränkter Haftung.














Unnötig zu erwähnen dass der PayPal Button funktioniert?

Sonntag, 3. Mai 2009

Schamlos

Wenn du denkst das Konglomerat aus McCanns, britischer Polizei und Medien kann nicht mehr tiefer sinken, wirst du doch immer wieder überrascht. Heute trumpfen viele britische Hofberichterstattungsblättchen mit einer faszinierenden "neuen" Theorie auf, die scheinbar Kate McCann im Alleingang entwickelte, nachdem sie die 30.000 Seiten der für 100.000 Pfund übersetzen portugiesischen Polizeiakten in mühevoller Kleinarbeit durchforstet hat. Eine bis dato "vernachlässigte Aussage einer Familie", die "nur wenige Minuten" nach Jane Tanners Sichtung des "Entführers" ebenfalls einen Mann mit einem Kind gesehen hat, wird nun als spektakuläre neue Erkenntnis und als mögliche Wendung im Fall verkauft.

Hier die Original-Aussage von Mr. Smith, die seit fast 2 Jahren bekannt und in den Akten ist, der wiederholt von Brian Kennedy und seinem Metodo-Team belästigt wurde und von der britischen Polizei bei der angeforderten erneuten Befragung "vergessen" wurde, weil er nicht in Nord-Irland sondern in der Republik wohnt:




Er bestätigt darin seine frühere Aussage, dass er einen Mann mit einem Kind auf dem Arm gesehen hat in der Nacht als Madeleine verschwand und er beschreibt seine Erkenntnis dass es sich höchstwahrscheinlich um Gerry McCann gehandelt hat. Diese Erkenntnis hatte er, als er die Fernsehbilder der McCanns sah, als sie aus Portugal per Flugzeug flohen und er Gerry McCann mit Sean auf dem Arm gesehen hat. "Die selbe Person, beide Male, die die Kinder trägt"

Dies ist der von mir rekonstruierte Weg, den Gerry mit einem Kind auf dem Arm genommen haben könnte, als er Mr. Smith und Familie traf.

Wie kann es sein, dass die "britischen Medien" das seit langem bekannte Treffen nun aufgreifen, ohne die Verbindung zu Gerry herzustellen? Wer hier noch an Dummheit oder Faulheit glaubt ist mitlerweile wohl eines Besseren belehrt.

Samstag, 2. Mai 2009

Fake?


Wie Blackwatch herausfand, scheint der Bereich der findmadeleine.com, in dem man die McCanns mit anonymen Hinweisen kontaktieren kann, ein Fake zu sein. Die Captcha-Vorgabe, die Buchstabenfolge, die man eingeben muss, ist kein sich immer neu generierender Zufallscode sondern ein vorgefertigtes gif-image, das immer gleich ist. Nach Absenden einer Mitteilung, kommt dann immer der Satz: " You must input the correct code" als wäre man blind und tumb. Also erwartet man nun doch keine neuen Hinweise?

Netter Versuch aber aufgefallen.


Zusatz:
Der Grund warum die Leicestershire Polizei nach wie vor die Seite der McCanns als Link auf ihrer Homepage anzeigt, war der, dass sich viele Leute davor scheuen, die Polizei zu kontaktieren und sich lieber anonym melden. Mal davon abgesehen, dass man im Internet nicht anonym ist und die IP bei o.g. Fake abgefangen wird, hat sich dieser Grund ja nun erledigt. Liebe LP mal schön ab in die Tonne mit dem Link.

Übrigens wurden für die neue Website 36.000 Pfund abgerechnet. Diesen grottigen Code hätte ich locker für die Hälfte erledigt ;)


Update 3.5.09
Heute haben sie es bemerkt, nachdem die Fake Seite breit im Internet diskutiert wurde. Das Captcha GIF wurde entfernt, zumindest auf der englischen Seite, auf der portugiesischen Seite ist es noch da (für alle die sich noch schnell nen Screenshot sichern wollen). Leider funktioniert das Formular immer noch nicht, es ist einfach keine email-adresse hinterlegt, an die es gesendet werden könnte. Beim portugiesischen Dokument wurde sich noch weniger Mühe gemacht, da stürzt die Seite einfach ab, da ist so gut wie kein Code drin.

Engländer schüchtern portugiesische Polizei ein


Correio da Manha berichtet heute, dass sich Superintendent Stuart Prior, der Verbindungsbeamte zwischen der Leicestershire Polizei und der PJ bei derselben über die Äußerung des Verdachts der Pädophilie gegenüber David Payne beschwert habe. Der informelle Anruf des hochrangigen Beamten, der seinerzeit beschuldigt wurde, die McCanns zu beschützen, wird von der Quelle innerhalb der PJ als Versuch der Einschüchterung gewertet, weitere zukünftige Ermittlungen einzustellen.

Stuart Prior sprach von dem "Ärger" der McCanns über die Verdächtigungen, die Gonzalo Amaral gegenüber David Payne geäußert hat. Der frühere Koordinator hatte über den Mangel an Erklärungen gesprochen, "das Baden der Kinder betreffend am Tag als Maddie verschwand".

Amaral, der von der Untersuchung abgezogen wurde, weil er die Nähe der englischen Polizisten zu den McCanns beklagt hatte, glaubt dass diese Nähe nach wie vor bestehe. Nur sehr einflussreiche Personen könnten Nachrichten mit Hilfe der Polizei weiterleiten.

Dass die Aussagen eines befreundeten Ehepaars zwar in den Akten jedermann zugänglich sind, aber keinerlei Dokumente darüber, ob den Verdächtigungen jemals nachgegangen wurde von Seiten der Leicestershire Polizei, wird von Prior scheinbar nicht erwähnt.

Freitag, 1. Mai 2009

In Memoriam

Nachdem heute ein neues "gealtertes" Photo von Madeleine veröffentlicht wurde, das lt. Eddie und Keela sicher nicht mehr benötigt wird, und nun brandneue Madeleine T-Shirts für NUR NOCH 6 britischen Pfund im Online-Store verscherbelt werden, würde ich gern mit dem geschmackvollen Handyhintergrund der ebenfalls im Shop zum Download bereitsteht, an das Kind Madeleine erinnern, das wahrscheinlich heute vor 2 Jahren zu Tode gekommen ist. Wenn man dem Aufruhr in der Presse glauben darf (und dem im letzten Jahr am 1. Mai), ist wohl heute der Jahrestag. Zumindest hat Mrs. Fenn sie heute Nacht vor zwei Jahren für 90 Minuten weinen gehört.




















video

Fortissimo


Zwei Tage vor dem zweiten Jahrestag des Verschwindens von Madeleine McCann spitzt sich die Lage in den Medien und zwischen England und Portugal weiter zu. Geschürt von Drohungen alle zu verklagen, die nicht die McCannsche Glaubenslehre verbreiten, überbieten sich die britischen Medien in ihrer Huldigung der einzig wahren Heilslehre. Ohne auch nur jemals eins der diskriminierenden Details aus den Polizeiakten erwähnt zu haben, wird der Sockel auf dem die McCanns stehen nun mit einem letzten Schliff Goldpolitur versehen.

Die von den McCanns in Auftrag gegebene "Dokumentation" der Ereignisse des 3.5.07 ist die einzig erlaubte Version, Clarence Mitchell warnt alle Sender vor der Veröffentlichung der von Gonzalo Amaral realisierten Version (siehe Video rechts). Carter-Ruck dient hier augenscheinlich als Druckmittel, vielleicht gibt es noch andere, die nicht so offensichtlich sind.

Auch geht es momentan verstärkt darum, alle Blogger und Forenposter, die versuchen Details aus den Akten zu kommentieren und zu analysieren, als "Hexenjäger" zu diffamieren. Während dies bis dato hauptsächlich auf Bloggerebene durch beispiellose Hetzkampagnen vor allem gegen die Besitzer von Foren und Blogs versucht wurde, schaltet sich auch hier verstärkt die britische Presse ein, um dem Image der "Ungläubigen" auch im Mainstream den Stempel der leicht irren Hetzer zu verpassen. Dass neben den Menschen, die es immer schon gewusst haben, weil die McCanns sich merkwürdig verhalten haben, auch und vor allem Personen getroffen werden sollen, die sich alle Fakten mühsam aus den meist portugiesischen Dokumenten der Polizeiakten erarbeitet haben, wird verschwiegen. Selbst die Times schliesst sich dem Reigen an, ohne zu differenzieren.

Eine schier unglaubliche Nachricht kommt von Duarte Levy, dem unermüdlichen Reporter im Kampf gegen die Vertuschung der wahren Hintergründe des Verschwindens. Er behauptet, dass Hunderte von Namen von Personen, die bei der Leicestershire Polizei angefragt hatten, aus welchen Gründen seit zwei Jahren ein Link auf deren Seite zur Geldsammelstelle der privaten Haftungsgesellschaft der McCanns prominent platziert ist, in einer Datei dem Home Office zur Verfügung gestellt werden.

Die Medien sind gleichgeschaltet, nun wird es den Bloggern an den Kragen gehen, sei es mit Diffamierungen oder Drohungen. Einen Lichtblick scheint es zu geben. Die Staatsanwaltschaft in Portugal wird weiterhin mit Hinweisen bombardiert, alle in der Hoffnung, den Fall wieder aufzurollen. Natürlich bis dato ohne Erfolg. Vielleicht hat Gonzalo Amaral, der lt. eigenen Angaben mit mehreren ehemaligen Kriminalpolizisten aus verschiedenen Ländern, u.a. auch aus Deutschland, zusammenarbeitet, da mehr Erfolg. Wenn die Theorie der politischen Absprachen zwischen Socrates und Brown stimmt, kann das nur mit enormem Druck durch die Medien erfolgen. Die britischen fallen dabei leider aus...