Montag, 2. Mai 2011

Appell

Deutsch/English

Zum 4. Jahrestag des Todes von Madeleine McCann möchte ich an verschiedene Personen und Institutionen appellieren, nicht weitere vier Jahre verstreichen zu lassen, bevor es Gerechtigkeit für ein kleines Mädchen geben und die Wahrheit nicht länger mit Füßen getreten wird. Amerika zeigt uns im Fall des in Kürze startenden Prozesses um die getötete Caylee Anthony, dass es auch im Angesicht schwerer PR Geschütze und teurer Anwälte möglich ist, Gerechtigkeit für Kinder anzustreben, die oft genug ihren Eltern zum Selbstzweck dienen. Nicht umsonst haben auch in diesem Fall die unvergleichlichen Spezialisten mit der feuchten Schnauze den Durchbruch gebracht.

@ ein Kellner
Das Ändern einer Aussage zugunsten eines der Hauptverdächtigen, sei es unter Zwang oder gutem Zureden ist strafbar. Auch wenn es allen Beteiligten endlich die Möglichkeit gab die Akte zu schliessen, nach peinlich kurzer Zeit. Ein Caveat das besagt, man wäre sich nicht ganz sicher, ist kein Freispruch vom Vorwurf.

@ eine Nanny
Das Hinzufügen von erfundenen Begebenheiten zu einer ursprünglichen Aussage, um dieser mehr Überzeugungskraft zu verleihen ist strafbar. Unsicherheit ist es nicht, sollte aber deutlich gemacht werden und nicht unter Druck von mehreren Seiten verschwiegen werden.

@ LP
Nachfragen bei offensichtlichen Widersprüchen ist nicht nur erwünscht und erlaubt sondern zwingend. Technisches Gerät sollte überprüft werden. Änderungen kompletter Sachverhalte in entscheidenden Aussagen sollten zum Nachdenken anregen und nicht stumpf hingenommen werden. Kosenamenaustausch mit Verdächtigen ist zu unterlassen.

@ PR
Wer Dokumente vor ihrer Veröffentlichung aus den Akten entfernt, sollte es nicht so offensichtlich tun und nur den spannenden Teil weglassen mitten im Satz. Wer so tut als führe er eine Untersuchung weiter, sollte auch Spuren in den Akten hinterlassen. Ein einmaliges Fensterln für die Presse reicht meiner bescheidenen Meinung nach nicht aus.

@ Medien
Wer seiner Pflicht zu investigativem und neutralem Journalismus nicht nachkommt, obwohl mehr als 10.000 Aktenseiten zur Verfügung stehen und sich statt dessen von den Hauptverdächtigen Beweismanipulationen diktieren lässt (ja... David James...), macht sich nicht nur zu Komplizen eines Verbrechens sondern hat damit auch das eigene berufliche Todesurteil zementiert.

@ DW
Es ist nicht zu spät

@ T8
Es ist zu spät

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On the 4th anniversary of the death of Madeleine McCann I would like to issue an appeal at various persons and institutions to not let a further 4 years go by before justice for a little girl will happen and the truth no longer be abused. America shows us with the soon starting trial of the case of murdered Caylee Anthony that it is possible even in the face of heavy PR artillery and expensive lawyers to aim for justice for children that often only serve their parents' own sake. Not without a reason did the incomparable specialists with the wet nose bring the break-through in this case as well.

@ a Waiter
Changing a statement in favour of the main suspect be it under force or persuasion is punishable.
Even if it helped all parties concerned to finally close the files after an embarrassingly short time. A Caveat that one is not completely sure is no acquittal from the claim.

@ a Nanny
The adding of contrived happenings to a former statement in order to give it more persuasive power is punishable. Not so insecurity, but it would be made known and not covered-up under pressure of various sides.

@ LP
When facing obvious discrepancies further inquiries are not only desirable and legit but compulsive. Technical equipment should be checked. Changes of complex facts in crucial statements should be subject of contemplation noch lethargic acceptance. The exchange of pet names with suspects should be forborn.

@ PR
When removing documents prior to the publishing of the files, one should be less obvious omitting only the interesting part, leaving an unfinished sentence. Faking the continuantion of an investigation should result at least in some evidence in the files. A single PR act while climbing a window is in my humble opinion not sufficient.

@ Media
Those who don't fulfil their duty of investigative and neutral journalism although more than 10.000 file pages are available, but instead allow the main suspects to dictate them their manipulations of evidence (yes...David James..) are not only making themselves accomplices of a crime but also sign their own professional death warrant.

@ DW
It is not too late

@ T8
It is too late

Kommentare:

  1. Auf Druck oder gegen Geld?

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  2. Ein packender Appell genau zur rechten Zeit an die richtigen Personen und Zielgruppen.
    Vielen Dank an Johanna für ihr Engagement!

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  3. Vielen Dank Cody und an Anonym von 11:15 möchte ich noch sagen, dass ich mir keineswegs sicher bin, dass es eine bewusste Änderung war. Wir haben keine Abschrift des Verhörs nur eine Zusammenfassung. Es könnte auch ein Versehen, aus dem Zusammenhang gerissen oder ganz einfach ein Tippfehler sein. Der allerdings so gut passt, dass damit ein Alibi geschaffen wurde, das den Fall zu den Archiven schickte.

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  4. Das Warenzeichen: Maddies Colobom-Auge

    Hier erzähle ich Euch meinen "Fantasy-Märchen-Mix":

    >>Das milliardenschwere Scientology-Syndikat verkauft nicht nur für Wucherpreise seine Gehirnwäsche-Kurse, Bücher und Broschüren intern als auch extern, ebenso macht es sein Hauptgeschäft(neben Spenden von Promis oder Aussaugen von Firmen, deren Chefs und oder Personal Scientology-Anhänger geworden sind, so wurden schon zig, früher seriöse, Unternehmen ruiniert) mit dem Verkauf von WARENZEICHEN, intern, als auch extern. Jede Abteilung oder Zweig-Firma in der Hierarchie des Scientology-Konzerns hat ihre eigenen Zeichen, die als Marken eingetragen sind, auch das durchgestrichene Scientologenkreuz ist selbstverständlich ein eingetragenes Warenzeichen oder die Dreiecke mit dem S drin(die verschiedenen Firmen und Abteilungen des Syndikats müssen ständig an die Syndikat-Zentrale blechen, eine Art Franchising).
    Wer entwickelte und verkaufte den McCanns - offiziell schenkte - das Maddie-Auge-Warenzeichen?
    Es ist übrigens gang und gäbe, daß Scientology-Mitglieder abhängig und gefügig gemacht werden, durch Kredite, Ratenabstotterung und durch die am "E-Meter"(der Scientology-Lügendetektor, ein ganz einfaches Gerät mit enormer Gehirnwäschewirkung) ausgehorchten intimen persönliche Vorlieben, als Druckmittel, es den Medien vorzuwerfen. Von daher müßte ein gewisser David P. eigentlich ständig zittern und bei Fuß gehen.
    Ob Maddie verunfallte oder ihr in einem Wutanfall was angetan wurde, oder gar geplant - Scientologen dürfen ihrer Org keine Schande machen mit ruchbar gewordenen Verfehlungen. Scientologen dürfen zwar kriminell sein, um Ziele der Org zu unterstützen und durchzusetzen, aber es darf nicht in die Öffentlichkeit dringen, sonst landen diese Versager in den Syndikat-Straflagern oder zumindest im Clearing, einem Reingungsrundown, in tagelangen Verhören(Auditingsitzungen) und stundenlangen Saunagängen bis sie zusammenbrechen. Auch so kann man Namen weiß- und Gehirne waschen.
    Übrigens, weil Scientologen sich nicht behandeln lassen, sondern auf Ron Hubbards Kurpfuscherei vertrauen, rasten sie schon mal aus.

    Wenn Leute ausrasten

    Erstochen vom eigenen Sohn:

    Mother of two and Scientologist Elli Perkins was murdered by her son Jeremy - an un-treated Schizophrenic, As a dedicated Scientologist Elli found herself unable to allow her son the conventional treatments on offer from doctors - instead of which she had opted for Scientology treatments. This decision cost her life.

    Scientologen wollen sämtliche Krankheiten und Probleme mit 5-stündigen Saunagängen und toxischen Dosen Vitaminen, nämlich Niacin und Auditings am "E-Meter" kurieren. Das Ziel, ein Monopol auf alles, letztendlich eine Diktatur über die ganze Welt und natürlich Geld scheffeln. So behandelten sie asbestverseuchte Feuerwehrleute nach 9/11 mit ihren Roßkuren und Seelenfängerei, sind sogar in Haiti und Fukushima vor Ort, wie auch 2004 im Indischen Ozean.<<

    Wer mehr über die o.g. kriminelle Org erfahren möchte:
    http://www.spiegel.de/thema/scientology/

    [Jeder Zusammenhang oder Namen mit noch lebenden oder verstorbenen Personen oder Organisationen ist rein zufällig und wurde von mir konstruiert bzw. ist absolut meiner Fantasie entsprungen.]

    Grüße zum traurigen Maddie-Jubiläum und vielen Dank an Johanna mit ihrer zeitintensiven Recherche und revolutionären Erkenntnissen bezüglich des Falles.
    M.B.

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  5. Johanna,

    du hast das perfekte Appell geschrieben. Besser kann es niemand schreiben. Auch ich hoffe sehr zugunsten Madeleines, dass dieser Jemand sein "Gelübde" bricht und endlich sagt, was los ist. So kann es jedenfalls nicht weiter gehen!!!

    LG Sibylle

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  6. Hier darf jeder schreiben was er will solange es nicht gegen meine eigenen unveröffentlichten Regeln verstößt. Ich selbst bin kein Freund der Scientology und sehe sie als gefährliche Sekte, aber mit dem Thema Maddie hat das sicher nichts zu tun. Die weltumfassende Verschwörung sehe ich nach wie vor nicht. Gute Kontakte, geschickte Manipulationen und evtl. etwas Insiderwissen über hohe Herrschaften kann ich noch akzeptieren.

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  7. Natürlich meine ich nach wie vor, daß das traurige Schicksal Maddies ganz individuell in den Händen ihrer Eltern lag. Daß aber Zugehörigkeit oder auch nur Sympathie zu irgendwelchen Vereinen oder Parteien die Denk- und Handlungsweisen ihrer Anhänger möglicherweise formen könnte. So die Neigung der McCs zu Science-Fiction oder -milliardären bzw. Weltraumflugzeugbauer, wie Rowling und Branson.
    http://www.focus.de/wissen/bildung/tid-7483/scientology_aid_133719.html

    M.B.

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  8. Wäre mir neu dass Harry Potter Science Fiction wäre...

    Ich schätze Rowling sehr und bin mir sicher, dass sie nur helfen wollte am Anfang und dann in den Sog der PR Mitchells geriet.

    Ob Scientologen, Templer, Zeugen Jehovas oder ähnliches, eine Glaubensrichtung oder Zugehörigkeit zu einer Gruppe macht nicht aus normalen Menschen Monster. Diese Spekulationen lenken von den Tatsachen ab. Und davon gibt es genug, die in eine Richtung zeigen, die ganz ohne Verschwörungstheorie auskommt.

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  9. Therapieversäumung oder -verweigerung z.B. bei schwerer Schwangerschaftsdepression, Psychosen, bipolaren Störungen(manisch-sepressiven Erkrankungen) oder Schizophrenie oder falls sie nie erkannt wurden, können sehr wohl Menschen zum Monster machen.
    M.B.

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